Besuch bei den Bergischen Symphonikern – Cool and Clever Band 1, Ausgabe 1

von Claire Caulfield, Musik/ Kunst-Differenzierungsklasse 9 des Helmholtz-Gymnasiums Hilden veröffentlicht am 03. April 2019

Themen in dieser Ausgabe:

  • Besuch bei den Bergischen Symphonikern
    • Allgemein, Ankunft
    • Probe
    • Meine Eindrücke
    • Fazit

Bergische Symphoniker

Am Donnerstag, den 29. November 2018, haben wir, der Musik-Kunst Differenzie-rungskurs des Helmholtz Gymnasiums Hilden, die Ber-gischen Symphoniker bei einer Probe besucht. Einen Tag lang durften wir die Musiker begleiten und in deren Alltag hinein schnuppern. Das gesamte Projekt fand im Rahmen der KulturScouts Bergisches Land statt, die sogar die Kosten ganz übernahmen. Begleitet wurden wir durch die Projektleiterin Jana Schlote und durch die Bratschistin Johanna Seffen, die ebenfalls Teil des Orchester ist. Frau Seffen hat uns eine Woche vor dem Ausflug nach Remscheid bereits in unserer Schule besucht und uns etwas auf die Musikstücke und den Ablauf der Probe
vorbereitet, wodurch wir schon sehr vertraut mit dem Stück „Pelleas und Melisande“ des österreichischen Komponisten Arnold Schönberg, waren.

Ankunft

Kurz nachdem wir an dem Probengebäude ankamen, wurden wir sofort von der Bratschistin in Empfang ge-nommen. Anschließend gin-gen wir in einen Raum, wo unsere Sachen während der Probe aufbewahrt wurden. Aus jeglichen Räumen hörte man schon viele verschiede-ne Instrumente wild durchei-nander spielen. Jeder spielte sich ein. Erneut wurden wir in das Thema eingeführt, indem wir nochmal kurz alles aus der Stunde der vorherigen Woche wiederholt hatten und kleine Ausfüllbögen zur Verfügung gestellt bekamen. Nach ca. 10-20 Minuten gingen wir dann endlich in den großen Saal. Wieder spielte sich jeder Musiker selber ein und stimmte sein Instrument. Wir wurden unseren Plätzen zugeteilt und ich durfte auf meinem gewünschtem Platz sitzen, bei den Streichern. Ich saß direkt hinter den Bratschen und neben den Holzbläsern. Hinter mir spielten die Hörner und die Harfe. Es dauerte noch einige Zeit bis die eigentliche Probe los ging, da weiterhin alle durcheinander und für sich spielten. Nach ein paar Minuten wurden alle zum ersten mal ruhig. Jede Instrumentengruppe spielte letztlich nacheinander einen langen Ton.

Probe

Der Dirigent, bzw. Generalmusikdirektor, Peter Kuhn begrüßte erst alle und gab eine kurze Einleitung, in der er alle Musiker einwies und schon mal kurz schildert, was geprobt werden soll. Nach kurzer Zeit fing die Probe dann auch richtig an. Sie spielten einzelne Passagen des Stücks, wobei wir gespannt zuhörten und versuchten uns in die Musik hineinzufinden. Dadurch, dass wir in der vorherigen Woche die einzelnen Abschnitte in der Musik durchgegangen sind, konnte man diese auch nun einfach wiedererkennen. Einer dieser Abschnitte war zum Beispiel das Weinen der Melisande, die Ankunft des Prinzens oder der Moment, in dem sich Melisande erschreckt. Besonders viel gespielt haben das Fagott, die Oboe und die Streicher, insbesondere die Bratschen. Dahingegen durften die Querflöten und die meisten Blechbläser nicht so häufig spielen und kamen nur bei den eher lauten Stellen zum Einsatz. Sie hatten sehr viele Pausen, in denen die meisten Musiker versuchten den Noten zu folgen oder sich etwas entspannten und ihren Kaffee genossen. Im Laufe der Probe übte der Dirigent immer wieder einzelne Abschnitte mit verschiedenen Instrumentengruppen und teilweise dann auch wieder mit allen. Er gab zwischendrin Anweisungen, wie zum Beispiel, was als nächstes geprobt wird, wer spielen soll, ob die Musiker lauter oder leiser spielen sollten und wie etwas verbessert werden soll.

Meine Eindrücke

Wie bereits auf Seite 1 erwähnt, saß ich bei den Bratschen. Die Rolle der Bratschen war hauptsächlich die leise und dunkle Grundlage der Musik und lag somit meist im Hintergrund, was mir persönlich sehr gut gefallen hat, da ich die dunklen, ruhigen Melodien der Bratsche besonders gern mag. Die Kontrabässe und Celli haben mir auch sehr gut gefallen, gerade wenn die Musiker die Seiten zupften. In unserem vorgefertigten Frage-bogen der bergischen Symphoniker, wurde uns empfohlen einmal die Augen zuschließen. Trotz den geschlossenen Augen konnte ich sehr deutlich erkennen aus welcher Richtung die Klänge kommen, da man die Schwingungen verschiedener Instrumente unterschiedlich stark spüren konnte. Beim Zupfen der Streicher
konnte ich die Schwingungen zum Beispiel spüren und bei den Hörner, die sich unmittelbar hinter mir befanden, ebenfalls. Besonders stark hat der Boden aber bei den Paukenschlägen vibriert und somit konnte man die Pauke am aller stärksten spüren. Meine Gefühle haben sich nicht großartig verändert doch zwischendrin habe ich immer wieder Gänsehaut bekommen.

Fazit

Ich fand den Besuch in das Orchester sehr schön und faszinierend. Es war eine beson-dere Erfahrung für mich, da ich Musik liebe aber selber nicht viel mit Instrumenten bzw. Orchestermusikern in Berüh-rung komme. Außerdem war es sehr besonders für mich zwi-schen den Musikern zu sitzen und mitzuerleben, wie sie die Stücke üben, wie sie sich dabei fühlen, wo ihre Schwierigkeiten liegen und wie ihr Alltag aussieht. Die Musik und die ganzen Talente der einzelnen Musiker haben mich sehr begeistert, weshalb ich jeder Zeit wieder zu einer Orchesterprobe gehen würde, wenn ich die Gelegenheit dazu bekommen würde. Die Vorbereitungsstunde empfand ich ebenfalls als sehr hilfreich, auch wenn sie für meinen Geschmack etwas zu lang war, da man sich so schon in das Musikstück schon eingefunden hatte und die einzelnen Abschnitte wiedererkennen konnte.

Magazinentwurf Seite 1

 

Magazinentwurf Seite 2

Hier auch zum Download: Bergische Symphoniker Bericht Claire Caulfield

Die KulturScouts haben das Angebot Hör-Labor der Bergischen Symphonikern wahrgenommen.