KulturScouts auf den Spuren
der Textilindustrie
im Tal der Wupper

Das 18. Jahrhundert bildet einen Wendepunkt in der Weltgeschichte: Ausgehend von England, wo die industrielle Revolution ihren Anfang nahm, verbreiten sich in rasendem Tempo neue Technologien in ganz Europa. Diese Entwicklung macht auch im Tal der Wupper nicht halt, im Gegenteil.

Im Textilgewerbe, dem bestimmenden Gewerbe Wuppertals, wurden Maschinen entwickelt, die die Leistungen der alten Spinnräder und Webstühle bei weitem übertrafen. In Verbindung mit Wasser- und Dampfkraft konnte die Produktion ins Unermessliche gesteigert werden. Die technischen Neuerungen wirkten sich auf nahezu alle gewerbetreibende Industrien Wuppertals aus, so dass sich innerhalb von nur wenigen Jahrzehnten seit dem Beginn der Industrialisierung Wuppertals Industrie grundlegend und entscheidend wandelte, weg von der Heimindustrie hin zur industriellen Produktionsweise. Dieser rasante Wandel blieb allerdings nicht ohne Folgen: Zwar bildeten die Städte Elberfeld und Barmen wirtschaftliche und kommerzielle Zentren, aber zugleich auch soziale Brennpunkte.

Ziel der Führung durch das Museum soll es werden, einerseits die Schülerinnen und Schüler einzuführen in die Zeit der Frühindustrialisierung mit ihren Höhen und Tiefen, aber sie sollen auch einen Einblick in die Textilindustrie bekommen. Dazu lernen sie die einzelnen Produktionsschritte in der Textilindustrie kennen: Kardieren, Spinnen und Weben mit Hilfe originaler Werkzeuge. Auch bekommen die Schülerinnen und Schüler Einblicke in das Arbeitsleben der Fabrikkinder und welchen Strapazen sie Tag für Tag ausgesetzt waren.

Die Führungen werden der jeweiligen Altersklasse und entsprechend dem Lehrplan angepasst. Am Ende der Führung bekommen die Schüler ein Handout ausgehändigt, welches sich für eine Nachbereitung im Unterricht eignet.

BESONDERHEITEN

Unterrichtsmaterialien vorhanden

HISTORISCHES ZENTRUM WUPPERTAL
MUSEUM FÜR FRÜHINDUSTRIALISIERUNG

Zwei Industriebauten aus der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert beherbergen das Museum für Frühindustrialisierung. Sie verleihen dem musealen Ambiente ein hohes Maß an Authentizität. Die industrielle Entwicklung prägte die Menschen und die Geographie der gesamten Region.

Das Museum für Frühindustrialisierung spiegelt diese Phase der Industrie-, Technik- und Sozialgeschichte des Bergischen Landes zwischen 1750 und 1850 wider. Zahlreiche betriebsfähige, original erhaltene Maschinen werden hier vorgeführt. Die Besucher erfahren mit audio-visuellen Präsentationen und didaktischen Lernstationen hautnah die Lebens- und Arbeitsverhältnisse jener Zeit. Schwerpunkt der musealen Präsentation ist die Entwicklung der Textilindustrie, der damit verbundenen Industrialisierung und Verstädterung mit all ihren sozialen Folgen.

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Für Schüler folgender Jahrgangsstufe/n

5. - 10. Klasse

Für folgende Schulfächer geeignet

Geschichte, Technik, Textilkunde

Maximale Teilnehmerzahl

30 Personen

Dauer der Veranstaltung

2 Stunden (mit kleiner Pause)

Barrierefreiheit

Das Angebot ist weitestgehend barrierefrei, bitte im Einzelfall nachfragen!

Adresse

HISTORISCHES ZENTRUM WUPPERTAL
Museum für Frühindustrialisierung
Engels-Haus
Engelsstraße 10/18
42283 Wuppertal

www.historisches-zentrum-wuppertal.de
www.friedrich-engels-haus.de

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Kontaktperson

Beratung

Birgit Hoseit-Veljovic
0202 563 64 02
birgit.hoseit-veljovic@stadt.wuppertal.de

 

Buchung
0202 563 43 75
ankerpunkt@stadt.wuppertal.de