„Ich habe es schon als Kind geliebt, die vielen Geschichten im Museum zu entdecken!“

Die neue Museumspädagogin Miriam Klein vom Museum und Forum Schloss Homburg stellt sich vor

Von Alina Menrath, FSJ Kultur, veröffentlicht am 15.05.2018

Foto_Miriam_Klein_blog

Frau Klein, Sie sind seit ein paar Wochen die neue Museumspädagogin im Museum und Forum Schloss Homburg, stellen Sie sich doch einmal kurz vor.

Mein Name ist Miriam Klein, ich komme gebürtig aus Bensberg und wohne heute in Köln. Ich habe in Mönchengladbach Kulturpädagogik studiert und bin nach einem längeren Aufenthalt in England nach Saarbrücken gegangen, um Angewandte Kulturwissenschaften mit den Fächern Kunstgeschichte und Kultur- und Mediengeschichte zu studieren.
Nach meinem Studium habe ich an verschiedenen Museen Führungen und Workshops durchgeführt und mit vielen unterschiedlichen Gruppen gearbeitet. An der Bundeskunsthalle in Bonn habe ich im Projekt PILOT INKLUSION besonders an inklusiver Ausstellungsgestaltung und-vermittlung gearbeitet. Seit Februar 2018 bin ich nun am schönen Schloss Homburg für die Museumspädagogik zuständig.

Was ist denn eigentlich die Aufgabe einer Museumspädagogin?

Die Aufgaben sind ganz vielfältig. Grundsätzlich ist es meine Aufgabe, den Besuchern unseres Museums die Exponate und die in der Ausstellung erzählten Geschichten näher zu bringen. Dafür konzipiere ich Führungen und andere Angebote. Ich versuche dabei immer zu gucken, wie man den Menschen am besten unsere Inhalte vermittelt bzw. wie sie diese auf spannende und interessante Weise erleben können. Ich möchte, dass die verschiedenen Gruppen, die hierher kommen, kreativ zu den jeweiligen Ausstellungsinhalten aktiv werden können.


Sie waren am 08.03.2018 ja schon Gast beim 3. FORUM, wie hat es Ihnen gefallen und welche ersten Eindrücke haben Sie vom Projekt?

Die KulturScouts sind wirklich ein tolles Projekt und die Schüler*innen waren sehr aktiv und engagiert beim 3. Forum. Das Forum ist eine schöne Möglichkeit für die Schüler*innen, Workshops und Angebote auszuprobieren und vor allem zu bewerten und ein Feedback zu geben. Das ist natürlich für uns Museen besonders wichtig. Die Schüler*innen haben häufig ganz tolle Ideen und Verbesserungsvorschläge, die wir natürlich nutzen können und sollten. Das Forum bietet somit einen perfekten Rahmen Angebote einfach mal mit den Jugendlichen auszuprobieren.
Besonders gelungen fand ich die Überraschungsaktivität, bei der alle ihre schönsten Erinnerungen an einen Besuch in einem der Kulturorte durch ein riesiges Washi Tape- Gemälde verewigen durften.

Sowohl das Museum und Forum Schloss Homburg, als auch das Haus Dahl sind Kulturpartner des Projektes. Was erwartet die Scouts denn bei den Besuchen dort?

Im Museum und Forum Schloss Homburg können die Schüler*innen bis in die Steinzeit zurück reisen und anhand archäologischen Fundstücken herausfinden wie das Leben in dieser Zeit war und wie die Fundstücke eigentlich ihren Weg in ein Museum finden. Das abschließende Bogenschießen macht besonders Spaß und zeigt wie kompliziert die Jagd nach Nahrung damals war.
Haus Dahl ist sicher etwas ganz besonderes. Als ältestes Bauernhaus des Oberbergischen Kreises kann man hier ganz genau sehen, wie das Leben auf dem Land für die Menschen war und natürlich auch welche Pflanzen und zur Selbstversorgung angebaut wurden. All das können die Schüler*innen an den Dingen erfahren, die ein Reiseleiter bei einem überstürzten Aufbruch vergessen hat.

Warum sind Sie Museumspädagogin geworden?

Früher wollte ich eigentlich immer ans Theater. Bei meiner Arbeit für eine Kulturorganisation in England bin ich dann aber verstärkt mit der museumspädagogischen Arbeit in Kontakt gekommen und es hat mir einfach super viel Spaß gemacht. Ich bin schon immer gerne ins Museum gegangen und habe es schon als Kind geliebt, die vielen verschiedenen Geschichten dort zu entdecken.

Was macht Ihnen am meisten Spaß an Ihrer Arbeit?

Ich darf immer wieder neue Ideen entwickeln, nicht nur zu unserer Dauerausstellung, sondern auch zu den unterschiedlichen Sonderausstellungen bei uns. Ausstellungen mit ihren vielen verschiedenen Exponaten bieten immer wieder unglaublich viele tolle Geschichten. Anderen Menschen diese Geschichten zu erzählen und ihnen zu helfen diese ein Stück weit selbst zu erleben finde ich einfach unglaublich spannend. Daher arbeite ich auch gerne direkt mit den Gruppen und Menschen, die uns besuchen. Es ist immer wieder toll zu sehen, was jeder Einzelne im Museum für sich entdeckt.

Vielen Dank für diesen kleinen Einblick! Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen!