3. KulturScouts FORUM:
Ein Escape Room, zahlreiche Kunstwerke aus Klebeband und unendlich viel Spaß

von Alina Menrath, FSJ Kultur, veröffentlicht am 22. März 2018

KulturScouts_Forum_2018
(c)Rheinisch-Bergischer Kreis

Endlich war es wieder soweit – das KulturScouts FORUM ging am 08. März 2018 in die dritte Runde. Unter dem Motto „Mitmischen!“ kamen rund 115 Teilnehmende von
Schulen und Kulturorten im Haus der Jugend in Wuppertal-Barmen zusammen, um sich über die Erlebnisse der vergangenen KulturScouts Besuche auszutauschen und Ideen und Anregungen für die kommenden zu entwickeln. Unter den Anwesenden waren
alleine 76 Schüler, die dem Motto getreu in den sechs angebotenen Workshops kräftig
mitmischten.

Nicht nur der Gastgeber selbst stellte einen Theater-Workshop der Kritik der Scouts, dabei waren auch das
Von der Heydt-Museum Wuppertal, das Neanderthal Museum Mettmann, das Schloss- und Beschlägemuseum
Velbert, das Kunstmuseum Villa Zanders Bergisch Gladbach, das Stellarium Erkrath und die Wuppertaler Bühnen.

Vom Rätsellösen im Escape Room, über erste Schauspielerfahrungen bis hin zum Blick hinter die Kulissen eines Museums. Für jeden war etwas dabei!

Zu Beginn wurden alle Anwesenden im großen Saal von der Projektkoordinatorin Sandra Brauer begrüßt. Zum Warmwerden gab es dann die mit Spannung erwartete Überraschungsaktivität. Alle durften mit einer bunten Washi Tape-Rolle aus ihren KulturScoutsbeuteln ihre schönste Erinnerung an einen Besuch eines Kulturorts an den Wänden des Saals festhalten.

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(c) Rheinisch-Bergischer Kreis

Nicht nur die Scouts, sondern auch die Erwachsen halfen fleißig dabei, die Wände mit
bunten Kunstwerken zu verschönern.

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(c) Rheinisch-Bergischer Kreis
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(c) Rheinisch-Bergischer Kreis

Danach konnten die Teilnehmer je ein- oder zwei Workshops besuchen und dadurch neue Kulturorte
kennenlernen oder schon bekannte von einer anderen Seite durchleuchten.
Das Ziel der Veranstaltung war es, dass vor allem die Schüler die Workshops genau unter die Lupe nehmen, um sich mit den Kulturorten darüber auszutauschen, wie diese noch interessanter für sie gestaltet werden können.

Ganz ungestört beschäftigten sich eine kleine Gruppe älterer Schüler im Workshop „Close Up“ vom
Haus der Jugend über zwei Stunden damit, wie Theaterstücke aufgebaut sind und erprobten sich in verschiedenen Schauspiel- und Improvisationsübungen.

Auch im Workshop „Alles Theater?!“ der Wuppertaler Bühnen drehte sich alles rund um die Schauspielerei. Es wurden zum Beispiel Methoden des Schauspielens und Improvisierens – natürlich  in verkürzter Form –
vermittelt. Besonders die kleinen Rollenspiele kamen gut bei den Schülern an. Einige Zweier-Teams gaben ihr Schauspieltalent bei der Abschlusspräsentation mutig zum Besten.

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(c) Gesamtschule Barmen

Neue Wege beschritt das Schloss- und Beschlägemuseum mit seinem Workshop „Escape Room“.
Die KulturScouts unterstützen die Mitarbeiterinnen als allererste Testpersonen mit diesem neuen Format, indem sie knifflige Rätsel um den verschwundenen Museumsdirektor lösten. Anschließend nahmen sie sich Zeit für eine ausführliche Rückmeldung und gaben dem Museum weitere Ideen für den geplanten Escape Room.

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(c) K. Floer

Eine Reise in die wissenschaftlichen Weiten des Universums bot das Stellarium Erkrath an: Beim Workshop
„Size Matters“
gingen die Teilnehmenden in zwei kleinen Arbeitsrunden den Fragen nach, warum das Weltall auf Bildern eigentlich so bunt ist – und ob es Leben im All geben kann.

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(c) Rheinisch-Bergischer Kreis

Wie sieht ein „Aufstand der Linien“ in der Kunst aus? Künstler Michael Witassek zeigte im Workshop des Kunstmuseums Villa Zanders, wie wandelbar Kunst aus Papier sein kann. Dafür brachte das Museum eigens eines der Kunstwerke aus dem Sammlungsbestand mit. Danach ging es an den kreativen Part, bei dem Jung und Alt selbst den Papier-Aufstand erprobten.

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(c) Rheinisch-Bergischer Kreis
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(c) Rheinisch-Bergischer Kreis

Im Workshop „Kunst aktiv“ konnten kunstinteressierte KulturScouts zusammen mit den Kunstvermittlerinnen die frisch eröffnete Ausstellung „Systeme der Abgrenzung. Malerei von Driss Ouadahi“ in der
Von der Heydt-Kunsthalle entdecken. Die Kunsthalle teilt sich zusammen mit dem Haus der Jugend und der
Stadtteilbibliothek ein Gebäude – ein gut behütetes Geheimnis, das sich zu lüften für die jungen Kreativen lohnte. Anschließend diskutierten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen über ihre Eindrücke und kreierten ihre eigene Traumstadt auf Papier.

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(c) Rheinisch-Bergischer Kreis
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(c) Rheinisch-Bergischer Kreis

Wie macht man eigentlich so eine Museumsausstellung? Das Neanderthal Museum gewährte mit dem Workshop „Dein Ding“ einen Einblick hinter die Kulissen. Die Schüler lernten die wichtigsten Arbeitsschritte eines
Ausstellungsmachers kennen und erstellten aus den mitgebrachten persönlichen Gegenständen ihre eigene
Präsentation.

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(c) Rheinisch-Bergischer Kreis
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(c) Rheinisch-Bergischer Kreis

Nach getaner Arbeit hatten sich sowohl die fleißigen Scouts als auch die Workshopleiter und Helfer etwas
zu Essen verdient. In der Mittagspause konnten sich alle miteinander austauschen und die Erfahrungen des Tages Revue passieren lassen.

Zum Abschluss gehörte die Bühnen erneut den Scouts: Die engagierten Schülerinnen und Schüler scheuten nicht das Rampenlicht und erzählten dem Publikum, was sie in ihren Workshops erlebt hatten, stellten ihre Kunstwerke aus und gaben Rückmeldungen zu den Formaten. Unser Fazit: Ein gelungener Abschluss und heimlicher
Höhepunkt eines ereignisreichen Tages!
Wie den Teilnehmenden – jung und alt – die Veranstaltung gefallen hat, erfahren Sie hier.

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(c) K. Floer
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(c) Rheinisch-Bergischer Kreis

Zuletzt gebührt ein großes Dankeschön allen, die uns geholfen haben, diesen Tag zu verwirklichen:
Den Schülerinnen und Schülern, die in den Workshops engagiert mitgemischt haben,
den Lehrerinnen und Lehrern, die es ermöglicht haben, dass die Scouts an diesem Tag teilnehmen konnten,
unserem Gastgeber, dem Haus der Jugend Barmen, und seinem tatkräftigen Team.

Den Workshopleitungen, die mit ihren kreativen und innovativen Workshops das Programm des FORUMS jedes Jahr noch attraktiver gestalten:
Dilara Baskinci und Charlotte Arndt, Haus der Jugend Barmen, Wuppertal
Anna Storm und Christiane Thomas, Von der Heydt-Museum Wuppertal
Sylvia Martin, Wuppertaler Bühnen und Sinfonieorchester GmbH
Dr. Yvonne Gönster und Sabine von Hagen, Deutsches Schloss- und Beschlägemuseum Velbert
Dr. Petra Oelschlägel, Michael Witassek und Katinka Hüttner, Kunstmuseum Villa Zanders Bergisch Gladbach
Beate Schneider, Till Knechtges und Nina Görlich, Neanderthal Museum Mettmann
Anna Major und Dr. Andreas Schmidt, Stellarium Erkrath – das Planetarium der Sternwarte Neanderhöhe e. V.

Und zuletzt dem Dokuteam, dass das FORUM auf Kamera festgehalten hat:
Katharina Krause, Rheinisch-Bergischer Kreis
Andre Scollick, Haus der Jugend Barmen
Lyonel Teichmann und Moritz Laufer, Gesamtschule Barmen